Mittwoch, 25. Januar 2012

KCG hat mich wieder fit gemacht


KCG war sehr schön heute; weißt du, dass es mir meist so geht, dass ich sehr müde bin, dienstags nach Weltladen und Besuchsdienst und manchmal auch schon dachte, oh je jetzt noch KCG....

und mich dann s o erhole , wirklich tief erhole , wach bin und fröhlich!

Heut war ich wieder zu Besuch bei meiner 78 jährigen Dame. Unter drei Stunden komme ich da nicht weg, weil ich spüre die Frau braucht mich, hängt an mir, will auch geistige Nahrung von mir . 

15 Din a 4 Seiten voll habe ich Dinge geschrieben, gefragt, beantwortet - ich tue es gern - aber da ist man einfach ausgelaugt.

Und KCG hat mich wieder fit gemacht.

Das ist für mich übrigens d i e Entdeckung bei KCG, wie man sich wirklich ohne viel Details auszutauschen näher kommt, wie man nicht nur in Respekt sondern in wahrer Geschwisterlichkeit sich annimmt, einfach so,  weil einen doch der Geist verbindet,  weil man Toleranz praktiziert, wo man es in Gremiensitzungen nicht immer schafft oder nur äußerlich; hier ist man auch so ehrlich dabei.
 Andrea Collisi

Donnerstag, 23. Juni 2011

Schritt 6. Handeln


Ich komme soeben von einer Witwe, die seit gestern im Sterben liegt. Sie war seit den 90er Jahren in unserem Gebetskreis. Konnte die letzten zwei Jahre nicht mehr kommen. Hat aber in ihr Haus immer Frauen eingeladen zum Gebet. Die Tochter hat sofort alle informiert, wo sie wusste, dass die Mutter mit ihnen im Gebet war. So wechseln wir uns von früh bis Abends am Sterbebett ab. Das interessante ist, dass jetzt ja auch die Enkelkinder im Alter von 20 – 30 Jahren da sind und die beten mit. Die Tochter hat sich heute aus dem Internet das Rosenkranzgebet heruntergeladen: „Damit wir ihn auch beten können, wenn ihr nicht da seid.“

Plötzlich werden die Gotteslobe im ganzen Haus zusammen gesucht, weil man sich erinnert, dass die Mutter so sehr eine Marienverehrerin war und nun werden die Mariengebete einschließlich der Lauretanischen Litanei gebetet. Der 23jährige Enkel hat plötzlich einen Rosenkranz in der Hand! 

Die Verwandten bitten uns, ja wieder zu kommen. „Es tut so gut, nicht allein da durch zu müssen.“ Jedes mal wenn gebetet wird, ist die Sterbende ganz gelöst. 

Wir beten nicht nur, sondern tauschen uns auch aus, über das Leben der Sterbenden und was sie alles Schönes mit ihr erlebt haben und was sie selber geschätzt hat. Es ist eine ganz gelöste Stimmung. 

Das alles ist nur möglich, da diese Frau sich in unserer christlichen Gemeinschaft so wohl gefühlt hat. Die Töchter bekundeten, dass sie ohne uns ganz einsam und hilflos wären. Für uns ist es sehr schön zu sehen, wie die Familie zusammenrückt und voller Hoffnung auf das „neue Jerusalem“ schauen kann, wohin ihre Mutter und Oma nun geht. Wir haben nämlich auch diese Bibelstelle gelesen. (R. Große)

Donnerstag, 16. Juni 2011

Sende aus deinen Geist und das Angesicht der Erde wird neu

" . . . ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie am Dienstag bei uns waren. Ich war sehr gespannt, wie der Abend werden würde und wir haben lange darauf hingefiebert. Wir haben ja kurz über Taize gesprochen. Dort habe ich eigentlich für mich entdeckt, wie tief es gehen kann, wenn man sich gemeinsam mit anderen auf die Bibel einlässt. Und seitdem denke ich mir, dass doch so etwas nicht nur in Taize möglich sein sollte und es lässt mir keine Ruhe.

Deshalb fasziniert mich der Gedanke, hier in einer Gruppe zu leben, die sich regelmäßig um die Bibel versammelt und auch die Verbundenheit mit den vielen Christen auf dieser Welt die das auch tun. Ich fand das Bibelteilen am Dienstag sehr schön und freue mich wirklich auf weitere Begegnungen dieser Art. Ich glaube auch, dass das eine Form von Kirche sein kann, die wirklich nachhaltig ist und vielleicht in Zukunft trägt. Wo ich noch gespannt bin, wie wir das zeitlich in unserer Familie auf die Reihe bekommen. Wir haben drei Kinder und so eine Alltagswoche ist wirklich richtig voll... Mal sehen." (A. Siegmund)

Montag, 4. April 2011

„Wir können in Deutschland viel von den Basisgemeinden lernen“

Adveniat-Mitarbeiter Thomas Wieland begleitet Kontinentaltreffen der kleinen kirchlichen Gemeinschaften in Chile

„Der Gemeinschaftssinn der Basisgemeinden ist der größte Schatz der Völker Lateinamerikas.“ Das hat der chilenische Wirtschaftswissenschaftler Manuel Hidalgo am 31. März 2011 beim kontinentalen Treffen der Basisgemeinden in Santiago de Chile betont. Lateinamerika stehe laut Hidalgo vor fünf wesentlichen Problemen: Noch immer teilten wenige Großunternehmen die Gewinne unter sich auf; Umweltzerstörung und die daraus resultierenden Naturkatastrophen; Gewaltzunahme – insbesondere in den Großstädten; Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher; geringe Anerkennung der Institutionalität. Die Basisgemeinden können nach Aussage des Wirtschaftswissenschaftlers gewichtige Gegenpole zu diesen Tendenzen sein.

Hidalgo hatte im Rahmen eines Treffens der Koordinatoren der Comunidades Eclesiales de Base (CEB) auf Kontinentalebene über die wirtschaftliche Situation Lateinamerikas referiert. 30 Delegierte aus den verschiedenen Ländern Lateinamerikas diskutieren vom 31. März bis 9. April 2011 über das kirchliche und politische Engagement der Basisgemeinden in Lateinamerika und in der Welt. „Erstmals nehmen eine Delegierte aus Asien und ein Delegierter aus Afrika am Treffen teil“, sagte Thomas Wieland, Abteilungsleiter für Projekte bei Adveniat. Dadurch fände eine wichtige transkontinentale Vernetzung statt. „Wir können in Deutschland viel von den Basisgemeinden lernen“, unterstrich Wieland, der das Treffen als Vertreter des Lateinamerikahilfswerks Adveniat begleitet.

Basisgemeinden – Comunidades Eclesiales de Base (CEB) nennen sich in Lateinamerika kleine kirchliche Gemeinschaften, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Gottesdienst, Gebet und Geistliches Leben mit gesellschaftlichem Engagement verknüpfen. Die ersten Basisgemeinden entstanden Ende der 1950er Jahre in Brasilien, auch als eine Reaktion auf den Priestermangel. In ländlichen Gemeinden wie in den Armenvierteln der Großstädte begannen Frauen und Männer, sich regelmäßig zum Bibellesen und zum Wortgottesdienst zu versammeln. Schon bald entwickelten sie sich weiter, indem sie sich in der Nachfolge Christi vorrangig den Armen in den eigenen Reihen und in den Nachbarschaften zuwandten, Sozialprojekte aufbauten und gegen die Strukturen der Ungerechtigkeit kämpften. Von den Generalversammlungen der lateinamerikanischen Bischöfe – von der in Medellín (Kolumbien) 1968 bis zur jüngsten 2007 in Aparecida (Brasilien) – wurden die Basisgemeinden anerkannt und ermutigt. Aus der theologischen Reflexion der Praxis der Basisgemeinden ging die Theologie der Befreiung hervor.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Kronenburg
Pressesprecherin
Öffentlichkeitsarbeit/Bildun

Samstag, 1. November 2008

Weltkirche


Heute Abend beim Bibelteilen waren drei Kontinente (Asien, Lateinamerika, Europa) und vier Nationen um die Seligpreisungen vereint. Ein schönes Bild der Weltkirche. Praise the Lord!



Sonntag, 20. April 2008

Im Haus meines Vaters

Manchmal braucht man den Schritt 6 nicht zu suchen, er drängt sich auf. Im Sonntagsevangelium, das wir miteinander geteilt haben, ist die Rede von den Wohnungen, der Bleibe, im Haus des Vaters.

Am folgenden Tag zieht Mercy um und es stehen, trotz heftigen Regens, 10 Leute auf der Matte, um Hand anzulegen, auseinanderzunehmen, aufzuladen, zu transportieren und wieder aufzubauen.

Erfahrung von Zusammenspiel, von Talenten, von einem gemeinsamen Ziel, kurz: von Kleiner Christlicher Gemeinschaft. Um die geht es auch bei der 'Bleibe' in Jesus und im Vater.

Am Abend des Tages haben wir das Gefühl, dass wir an unserer OIKIA, 'Hausgemeinschaft' gearbeitet haben. Ja, dass es nicht in erster Linie um Wohnraum geht, sondern um BibelTeilen und LebenTeilen.

Montag, 14. Januar 2008

Schritt 6


Mit Schritt 6: 'Handeln, sich vom Wort Gottes anstecken zu lassen', haben die Kleinen Christlichen Gemeinschaften in den Slums von Nairobi gar kein Problem. Global denken, lokal handeln ist die Devise. Was mich fasziniert ist ihre Einbindung in globale soziale Netze. Das lokale SCC-Netz EXODUS ist eingewoben in ein weltweites Netzwerk, z.B. in das Welt Sozial Forum, das am 26. Januar Aktionstag hat.

World Social Forum: http://www.wsf2008.net/de/home
International Alliance of Inhabitants: http://en.habitants.org/article/frontpage/15/140