Montag, 26. Mai 2014


Volk Gottes lebt vom Wir


Weltkirchliche Impulsezur gemeinsamenGestaltung von Kirche


3. Mai 2014, 14.30-17.30 und 19.30-21.30

Priesterseminar St. Hieronymus Augsburg





Dienstag, 13. Mai 2014

Dekanat Landsberg

Gemeindeentwicklung im Bistum Augsburg – Waisenhausstr. 1 – 82362 Weilheim i.OB

 
Landsberg, 6. Mai 2014
 
Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG) -
miteinander auf dem Weg im Dekanat Landsberg
 
 
„Meine Augen haben das Heil gesehen.“ (Lk 2,30) - dieser Satz könnte eine Zusammenfassung unseres Treffens im Januar gewesen sein. Es war erstaunlich, welche Antworten und Lebenszugänge das Evangelium Lk 2,22-40 mit dem Zeugnis des Simeon und der Hanna im Tempel für uns öffnete. Obwohl wir in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen standen und aus unterschiedlichen Orten kamen, verband uns Jesus und bestärkte uns für unser Tun zu Hause. Schnell war der Entschluss gefasst: Es lohnt sich, weiter dran zu bleiben.
 
So darf ich Sie ganz herzlich zur nächsten Begegnung einladen und zwar zum zweiten
Treffen aller KCG-Interessierten im Dekanat Landsberg
am Mittwoch, den 16.07.2014, um 19.45 Uhr im Pfarrhaus in Scheuring
(Kirchplatz 2, 86937 Scheuring)
Ausgehend von Gottes Wort (Sonntagsevangelium) wollen wir Seinem Weg mit uns Raum geben und uns gegenseitig ermuntern, stärken und weiterhelfen. Wohin Gott uns führt, ob er mit uns etwas Konkretes vorhat, wissen wir nicht - wir überlassen es Gottes Anstoß.
 
Zur besseren Planung bin ich Ihnen für eine kurze Rückmeldung, ob Sie zu diesem Treffen kommen können, dankbar, möglichst bis zum 10.07.2014.
Selbstverständlich dürfen Sie diese Einladung auch an all diejenigen weitergeben, die vielleicht interessiert oder einfach neugierig sind. Oder noch besser: Nehmen Sie diese einfach mit!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
Bernd Müller
Referent für Gemeindeentwicklung
 
HA I - Personal-, Organisations- und Pastoralentwicklung
Regionalzentrum St. Anna
Waisenhausstr. 1
82362 Weilheim i.OB

Email:     ge.weilheim@bistum-augsburg

Sonntag, 16. Februar 2014

Aus dem Bistum Eichstätt

Klausurtag des Sachausschusses „Pastorale Entwicklung“


In Kösching im Schönstattzentrum trafen wir uns dieses Mal zu einem ganzen Tag. Kein Hören von Referaten, kein Wellnesstag, sondern ein Tag neuer Sammlung durch die Erfahrung, dass Kirche „geht“. Zwei Jahre geht diese Gruppe, die längst zu einer Gemeinschaft geworden ist, gemeinsam einen Weg der lokalen Kirchenentwicklung. Und mehr noch, denn diese Gemeinschaft konnte entdecken, dass sie sich  so entwickelt hat, dass sie selbst in neuer Weise Kirche ist.


Am Vormittag begaben wir uns nach einem Lobpreis auf Spurensuche. Jeweils zu zweit gingen wir einen Emmausweg miteinander und ausgehend von unseren Erfahrungen, die wir auf unserem gemeinsamen Weg bisher miteinander gesammelt haben, bewegten uns folgende Fragen: „ Was braucht es, dass die Menschen eine Vision von Kirche entwickeln können?“,Wie werden wir eine hörende Kirche?“Was verändert sich, wenn die Kirche eine „familiäre“ Kirche wird?“, Was bedeutet dann Gottesdienst?“, Wie kann man heute einfach in neuer Weise Kirche sein?“Wie will Christus, dass wir in neuer Weise miteinander Kirche sind?“, „ Was können wir tun, damit der Mensch zu der Frage kommt, wie er Christ sein kann?“, „ Wie können die Menschen entdecken, das Naheliegende und Mögliche miteinander einfach zu tun?“ 


Als wir uns zur Spurenlese trafen und uns teilhaben ließen an unseren Fragen und Antworten, an dem was uns heute bewegt, erkannten wir, dass bei diesen Emmauswegen gewiss Jesus mitgegangen war und wir staunten, wie nah alles zusammen hing.


Im Bibelteilen mit dem Evangelium vom Weinstock, Joh. 15, 1-8 durften wir erneut erfahren, dass Jesus selbst es ist, der uns um sich sammelt. Von seinem Wort aus kommt uns wieder alles zu, was wir für unseres weiteres Handeln brauchen, was wir verinnerlichen  müssen, dass wir seine Sendung in unserer Zeit und unserem Umfeld fortsetzen können. Und das war ja auch unser Hauptanliegen, mit dem wir nach Kösching aufgebrochen waren, die Frage „Was ist jetzt dran -  für uns als Sachausschuss Pastorale Entwicklung“.  Es zieht uns zu den Menschen. Und wir werden sie finden, wenn wir auf ihre Sehnsucht hören und erkennen was sie brauchen. Wir können uns vorstellen, sie bei ihrem Prozess zu begleiten, an ihrem Ort in neuer Weise Kirche zu sein und zu wachsen. Das heißt, mit ihnen den Weg zu gehen, den wir in den letzten zwei Jahren miteinander gegangen sind. Und plötzlich waren wir tief im Gespräch über „Kirchenkurse“,  ohne, dass das allen Anwesenden bewusst war. Es ist uns aus dem Evangelium einfach zugewachsen. Sehr deutlich spürbar ist, dass es ebenfalls „dran“ ist, dass wir uns auch weiter um unser eigenes Wachstum kümmern, dass wir, wenn wir zu den Menschen gehen, ein wahrhaftiges Zeugnis geben können von unserer  Hoffnung.


Unser Tag endete mit der Heiligen Messe, in der wir besonders für die lokale Kirchenentwicklung in unserem Bistum beteten, unsere Einheit im Glauben spüren durften, und derer aus unserem Kreis gedachten, die an diesem Tag nicht mit dabei sein konnten und uns gefehlt haben.

Sonntag, 12. Januar 2014

Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG) - miteinander auf dem Weg im Dekanat Landsberg

 

Gemeindeentwicklung im Bistum Augsburg

 

Kleine Christliche Gemeinschaften (KCG) - miteinander auf dem Weg im Dekanat Landsberg

 

Ende Oktober letzten Jahres fand in Landsberg ein Treffen mit dem Thema „Kirche geht“ statt. Es war ein Tag, der von der Überzeugung getragen war, dass der Ansatz der Kleinen Christlichen Gemeinschaften (KCG) ein wertvoller Beitrag für unser Leben und unsere Gemeinden sein kann.


Aus dem Dekanat Landsberg nahmen auch etliche Personen teil. Von ihnen wurde die Idee geboren, sich immer wieder einmal zu treffen und dazu alle einzuladen, die an Kleinen Christlichen Gemeinschaften interessiert oder bereits Teil einer solchen Gruppe sind.


Nun ist es so weit. Im Namen der Ideen-Geber lade ich Sie ganz herzlich ein zu einem ersten

Treffen aller an KCG-Interessierten im Dekanat Landsberg

am Mittwoch, den 29.01.2014, um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Hl. Engel, Landsberg

(Hindenburgring 15, Raum St. Katharina, im Keller links)

 

Ausgehend von Gottes Wort (Sonntagsevangelium) wollen wir Seinem Weg mit uns Raum geben und uns gegenseitig ermuntern, stärken und weiterhelfen. Wohin Gott uns führt, ob er mit uns etwas Konkretes vorhat, wissen wir nicht - wir überlassen es Gottes Anstoß.

 

Zur besseren Planung bin ich Ihnen für eine kurze Rückmeldung, ob Sie zu diesem Treffen kommen können, dankbar, möglichst bis zum 27.01.2014.

Selbstverständlich dürfen Sie diese Einladung auch an all diejenigen weitergeben, die vielleicht interessiert oder einfach neugierig sind. Oder noch besser: Nehmen Sie diese einfach mit!

 

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Müller

Referent für Gemeindeentwicklung

 

HA I - Personal-, Organisations- und Pastoralentwicklung

Regionalzentrum St. Anna


Telefon:  08191 - 640 84 92

Email:   

ge.weilheim@bistum-augsburg.de

Donnerstag, 9. Januar 2014

Zeichen der Hoffnung für die Dritte Kirche

Papst schickt Grußwort an die Basisgemeinden Brasiliens

Die "Comunidades Eclesiais de Base" entstanden ab 1968 in der Folge der Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats in Medellin, parallel zur Entwicklung der Theologie der Befreiung

08.01.2014

Erstmals in der Geschichte der lateinamerikanischen Kirche hat ein Papst ein Grußwort zu einem nationalen Kongress der Basisgemeinden geschrieben. Das Grußwort von Franziskus zu dem am 7. Jänner eröffneten 13. Nationalen Treffen der "Comunidades Eclesiais de Base" (CEBs) im brasilianischen Juazeiro do Norte wurde am Mittwoch von Vatikan veröffentlicht.

 

Er hoffe, so der Papst, dass die CEBs "von Mal zu Mal stärker" ihre "ganz wichtige Rolle in der Mission und Evangelisierung der Kirche" wahrnehmen. Er vertraue das Treffen in Jazeiro der Muttergottes von Aparecida an und bete, dass die Teilnehmer die Tage als Weg mit Jesus erfahren, wo sie "gemeinsam mit den Armen verkündigen und bezeugen, dass ein neuer Himmel und eine neue Erde als Prophetie verheißen sind".

 

Die CEBs entstanden ab 1968 in der Folge der Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats in Medellin, parallel zur Entwicklung der Theologie der Befreiung. Sie zielen vor allem auf die Menschen in den wirtschaftlichen Randgebieten und unter den Armen. Die CEBs entwickelten teilweise ein starkes politisches Bewusstsein, vor allem in Brasilien und in Nicaragua, wo die Revolution über einen starken Rückhalt in den Basisgemeinden verfügte. Seit den 1990er Jahren entwickeln sich die Basisgemeinden mit verschiedenen Schwerpunkten: aus afroamerikanischer, feministischer, ökologischer oder indianischer Perspektive. Die lateinamerikanischen Basisgemeinden fanden großes Interesse und auch Nachahmerinnen in Europa und Nordamerika.

 

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Dienstag, 10. Dezember 2013

SCC - KCG Nationalversammlung in Indien

http://mattersindia.com/scc-national-convention-final-statement/


SCC national convention – Final Statement 

Published: 10:56 pm, November 22, 2013 Story By: Bosco de Sousa Eremita



SCC Rally

Old Goa: We thank Almighty God for having brought us bishops, priests, sisters and lay animators from all over the country here in front of the Basilica of Bom Jesus from November 19 to 21, 2013, for the First National Convention of Small Christian Communities (SCC).


We felt privileged and blessed to be present in the premises of this Basilica where the holy mortal remains of the zealous missionary, St. Francis Xavier, are preserved – a reminder and a challenge to us to continue the work of evangelization he so faithfully carried out. We acknowledge the significant role played by the National Service Team for SCCs under the chairmanship of Bishop Thomas Dabre, and the Goa Archdiocese, under the guidance of Archbishop Filipe Neri Ferrao, in making this First Convention a reality.


The presence of Archbishop Salvatore Pennacchio, Apostolic Nuncio to India, Cardinal Oswald Gracias, the CBCI President, scores of archbishops and bishops, hundreds of priests and sisters and over 7,000 active lay animators, categorically affirms that SCCs now occupy a central place for a new way of being the Church and that the Church in India intends to promote SCCs as Home and School of Communion for the 21st century.


It is in these SCCs, rooted in the power of the Word and the Eucharist, that the believing community experiences a genuine spirit of fellowship and loving service to one another thereby resulting in a deep living of the Christian faith which has been so faithfully transmitted to us.


We realize that it is not enough to attend Mass, but we need to allow that celebration to transform us into Eucharistic communities in our neighborhoods, witnessing to love of our Lord Jesus who poured out his love in abundance for the salvation of humanity. The Convention has powerfully reminded us that the broken bread and the poured out wine is given to express solidarity, especially with the poor and the oppressed so as to build a just and human society.


We carry with us happy memories of the gathering in 26 centers spread out in 19 deaneries of Goa on November 21, celebrating the Eucharist joyfully with the people there, visiting families, participating in the gospel sharing and exchange of experiences and partaking of a meal with them. We could witness for ourselves how God is constantly renewing things in our midst creating a new heavens and a new earth.


The Convention has helped us to experience a strong movement of the Spirit in our hearts and in the community to dedicate ourselves more fully to SCC building. At the same time, it has kindled in us a willingness to open our hearts to the wider society in our quest to be Church in a more authentic way. We see now that the love of Jesus demands love for all those around us and a readiness to be at their service. While we rejoice in these grace-filled experiences during the Convention, we realize that all of us must work hard to make each SCC strong and mission-minded in our neighborhoods.


As we mark the closing of Year of Faith, we pray that the Convention may result in a new enthusiasm in all the members of the Church to grow in love of the Word and to celebrate the Eucharist meaningfully.


This will motivate us to offer our loving service for the promotion of SCCs so that we, in turn, can build a Church according to the heart of Christ – caring, sharing mutually helpful and God-centered, reaching out to children, youth and all around us, especially the poor and marginalized, a catalyst for hierarchical communion, ‘national integration’ and nation-building.


We emerge from this Convention with the conviction that the SCCs are a powerful means of evangelization and can give us new ardor in the challenge of ‘New Evangelization’ thereby building up the Kingdom of God. As we take up this challenge, we entrust our efforts to Mary our Mother, the Star of Evangelization.

Sonntag, 17. November 2013

KCG - Glauben und Leben

Von der Sehnsucht den Glauben im Alltag bewusster zu leben

 

In einer aktiven und engagierten Pfarrgemeinde zu leben bedeutet immer, dass es viele Möglichkeiten gibt sich einzubringen. Chöre, Frauen- oder Männergruppen, Mitarbeit im Pfarrgemeinderat oder in verschiedenen Ausschüssen, aber auch die Beteiligung an Projekten, besonderen Veranstaltungen oder im Rahmen derSakramentenkatechese.

In St. Jakob in Friedberg haben wir eine sehr aktive Pfarrgemeinde und damit verbunden auch ein sehr breites liturgisches und pastorales Angebot. Im Hinblick auf die Veränderungen im pastoralen Raum und die Tatsache, dass die Gemeinschaft der Pallottiner als Seelsorger der Pfarrgemeinde ebenfalls im Umbruch ist, entschied  sich das Seelsorgeteam vor mehr als drei Jahren dafür, ein Gemeindeforum anzubieten, in dem die Idee der kleinen christlichen Gemeinschaften vorgestellt werden sollte. Der Abend sollte Perspektiven eröffnen, war jedoch im Ergebnis völlig offen angelegt.

 

Da dieser Abend auf großes Interesse stieß und sich in der Folge mehr als zehn Interessierte trafengründeten sich in der Pfarrei  St. Jakob dann drei feste KCG Gruppen.

Im Folgenden soll am Beispiel einer der drei Gruppen aufgezeigt werden was es bedeuten kann, als kleine christliche Gemeinschaft miteinander den Glauben zu leben.

Dabei sollen einzelne Schlagworte den grundsätzlichen Weg skizzieren, den wir miteinander gegangen sind und der sich nicht als Modell oder Idealweg versteht, sondern als der Weg unserer Kleinen christlichen Gemeinschaft, in ihrer ganz individuellen Situation.

 

Sehnsucht

Am Anfang unseres Weges stand die Sehnsucht danach, den Glauben im Alltag bewusster zu leben und zwischen Arbeit, Familie, ehrenamtlichem Engagement und Hobbies dem Wort Gottes einen bewussten Platz zu geben. Diese Sehnsucht wurde auch von unseren Seelsorgern wahrgenommen und fand im Gemeindeforum bereits eine erste Antwort, denn wir erfuhren, dass man dieses Anliegen wahr- und ernstnahm. Nach der Vorstellung der KCG Idee bildete sich also eine erste Gruppe.

 

Gleichgesinnte

Die Suche nach Gleichgesinnten orientierte sich in unserer Gruppe zunächst danach, wer vor Ort, sprich in unserem Ortsteil von Friedberg, Interesse an einer KCG Gruppe hätte. Und das waren zunächst drei Personen und ganz nach dem Motto „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,…“ begannen wir.

 

Sich finden

Rein personell hatten wir uns schnell gefunden, aber dann ging es darum, sich auch im Hinblick auf den Zeitpunkt und Ort, die zeitliche Gestaltung und den Ablauf unserer Treffen zu einigen. Aufgrund der familiären Situation hat sich bald eine Termin am späten Abend, mit einem festen Ort im Haus einer Familie herauskristallisiert. Zeitlich dauern die Treffen immer etwa eineinhalb Stunden, wobei uns hierbei das Gebet und gemeinsames Singen als fester Rahmen sehr wichtig sind.

Sich finden war und bleibt aber bis heute eine Herausforderung, zum einen im Umgang mit der Unterschiedlichkeit der Menschen in unserer Gruppe, die inzwischen auf neun Mitglieder in einem Altersspektrum zwischen 25 und 60 Jahren angewachsen ist. Zum anderen galt und gilt es immer wieder Menschen in unserem Umfeld anzusprechen und von unseren Erfahrungen zu erzählen, damit die Gruppe offen ist und sich von neuen Interessierten finden lässt.

Wir haben dabei festgestellt, dass weder Flyer noch Werbung auf der Homepage der Pfarrei hilfreich sind, sondern nur das persönliche Ansprechen von Menschen und das Erzählen.

 

Losgehen

In kleiner Besetzung machten wir uns also auf den Weg, immer auch in dem Bewusstsein, dass es miteinander zu überlegen gilt, was unser besonderer Auftrag und unser Profil als KCG Gruppe,auch im Hinblick auf die Gesamtgemeinde, sein könnte. Dazu galt es zunächst einmal in die Tiefe zu gehen, also wirklich auf Gott zu hören und zu erspüren, was es bedeuten kann, den Glauben im Alltag zu leben.

Im Vertrauen darauf, dass sich dies nach und nach erkennbar zeigen würde, trafen wir uns und teilten das Wort miteinander, fanden weitere Interessierte und im Herbst vor drei Jahrenentschlossen wir uns, in unserer kleinen Filialkirche erstmalsFamiliengottesdienst zum Erntedank zu gestalten. Die Kirche ist normalerweise nur am Mittwochabend für eine Eucharistiefeier geöffnet und so war dieser Gottesdienst an einem Samstag etwas ganz besonderes und eine Gruppe von Kindern gestaltete die Feier musikalisch, der Erntedankaltar entstand vor dem Gottesdienst, weil jeder etwas mitbrachte und den Abschluss bildeten Gespräche und gemeinsames Apfelessen vor der Kirche.

Die Filialkirche als einen Ortes des Gebetes immer wieder zu beleben ist für uns deshalb auch weiterhin ein Anliegen und fand in einem zweiten Familiengottesdienst, einem Angebot am Gründonnerstag und in verschiedenen Abendgebeten seinen Ausdruck.

 

Beim Wort nehmen

Die Idee als Kleine christliche Gemeinschaft den Glauben im Alltag zu leben bedeutet auch, sich im Hinblick auf die biblischen Texte wirklich beim Wort nehmen zu lassen. Wie konkret dies für uns als inzwischen auf sieben Personen gewachsene Gruppe werden kann zeigte sich, als eine Person aus unserer Gruppe schwer erkrankte. Wir alle durften – und wir sehen das wirklich als ein Geschenk – ihn durch die Zeit der Krankheit, bis zu seinem Tod nach zwei Jahren begleiten und gerade seine starke Glaubensüberzeugung, seine Offenheit und sein Gottvertrauen hat unser Zusammensein geprägt und gestärkt in dieser Zeit.

 

Bestärkt im Alltag leben

Die Treffen erleben wir als sehr bestärkend für den Alltag und das Bedürfnis dem Glauben nicht nur im Wort, sondern auch im Gebet mehr Raum zu geben hat uns ermutigt, dass wir seit etwazwei Jahren neben unseren Treffen einmal im Monat ein Abendgebet in der kleinen Filialkirche bei uns organisieren.

Gesang, Gebet, Stille und ein Psalmwort sind der Rahmen für unsere „Zeit mit meinem Gott“ und werden so auch zu einem kleinen Baustein, das liturgische Leben der Gemeinde mit zu bereichern und neu Formen, auch ohne die liturgische Leitung durch einen Priester, zu etablieren.

Als sehr bestärkend erleben wir auch, dass unsere Gruppe aus evangelischen und katholischen Christen besteht. Dies zeigt für uns auch, dass wir auf einem Weg zu gelebter Ökumene im Alltag sind und das Wort uns verbindet.

Wir sehen uns zwischen unseren festen Terminen immer wieder auf der Straße oder in der Kirche, am Arbeitsplatz oder in anderen persönlichen Bezügen und dann fallen einem in solchen Begegnungen nicht selten die Gesprächsthemen des letzten Treffens ein oder ein biblischen Wort ein – mitten im Alltag.

 

So hat die Sehnsucht, den Glauben im Alltag bewusster zu leben, für uns in der KCG-Gruppe eine mögliche Antwort gefunden – wenngleich es noch viele andere Wege und Antworten auf diese Sehnsucht geben kann. Für uns ist die Gruppe jedoch ein fester Bestandteil unseres persönlichen Lebens geworden, der spürbar fehlt, wenn man einmal nicht an den Treffen teilnehmen kann.

 

 

Kristina Roth/Stefanie Fritz